Musik, Musik! Neue Musik! Und weil es jede Woche viel zu viel davon gibt und kein Schwein seine Zeit mit dem Lesen von ewig langem poptheoretischen Pseudo-Gewäsch verschwenden möchte, machen wir es kurz, prägnant und knallhart!

Tattarattaaaaaa: Der SLEAZE – Plattenteller!

Heute mit Egotronic, Leftboy, The Notwist, We Invented Paris

 

Egotronic – „Die Natur ist dein Feind“

Egotronic

Egotronic – „Die Natur ist dein Feind“

Label: Audiolith
VÖ: 14.03.2013

Klingt wie: das uneheliche Kind von Deichkind und Antitainment

Der Sound ist etwas schmaler, als früher, die Texte wirken stellenweise ein bisschen zu verkrampft – „dagegen aus Prinzip“ funktioniert leider als Prinzip nicht immer. Insgesamt ist „Die Natur ist dein Feind“ eine runde Sache und jeder Egotronic Fan kann damit glücklich werden, obwohl das Album „nur“ den Eindruck einer gut gemischten B-Seiten-Platte erweckt.

5/10

 

 

Leftboy – „Permanent Midnight“

Leftboy

Leftboy – Permanent Midnight

Label: Warner Music Germany
VÖ: 14.02.2013

Klingt nach: Viel Lärm um Nichts!

Das erste Album des vielgehypten österreichischen Hip Hop-Exports Leftboy klingt so, als hätte jemand in seiner Kindheit zu viel Eminem gehört. Nur eben leider nicht so gut. Irgendwie viel Lärm um Nichts. Lärm der nervt.

3/10

 

 

 

The Notwist – “Close To The Glass“

The Notwist

The Notwist – Close To The Glass

Label: City Slang
VÖ: 21.02.2014

Klingt wie: bahnfahren und rausgucken (RE/IC), (Weil)heimweh, Console, 13&God (na klar!)

Nach fast 25jähriger Bandgeschichte mit allem drum (Studio) und dran (Bühne) langweilte Markus Acher seine Art zu singen zunehmend. Auf Close To The Glass, dem siebten Studioalbum von The Notwist, wollte er das durch ein erweitertes Stimmspektrum ändern. Soweit die Theorie, das Class-Ziel quasi. Auch wenn die praktische Umsetzung nur teilweise gelingt und Acher allenfalls Close To The Class-Ziel ist, ist das nicht schlimm – sondern The Notwist eben! Mit deutlich mehr Elektrogeschwurbel. Können sie aber gut tragen. Steht ihnen. Wirklich.

7/10

 

We Invented Paris – “Rocket Spaceship Thing”

We Invented Paris

We Invented Paris – Rocket Spaceship Thing

Label: Spectacular Spectacular
VÖ: 14.02.2014

Klingt wie: als würde man sich auf einer Reise mit den Haltestationen Wehmütigkeit und Träumerei  befinden

Das ist eindeutig und unverkennbar Indiepop! Beigemischt wurde eine Prise Folk. Wer auf der Suche nach hartem Sound ist, ist hier eindeutig falsch. Rocket Spaceship Thing ist stimmig – vom ersten bis zum letzten Klang.

7/10