Musik, Musik! Neue Musik! Und weil es jede Woche viel zu viel davon gibt und kein Schwein seine Zeit mit dem Lesen von ewig langem, poptheoretischen Pseudo-Gewäsch verschwenden möchte, machen wir es kurz, prägnant und knallhart!

Tattarattaaaaaa: Der SLEAZE – Plattenteller!

Heute mit We Are CatchersJoan As A Police Woman, Fenster, We Are Scientists und Metronomy!

 

We Are Catchers – “We Are Catchers“

We Are Catchers - We Are Catchers

We Are Catchers – We Are Catchers

Label: Domino Records
VÖ: 10.03.2014

Genre: Gibts Mersey Beach? Dann das!
Klingt wie: Beach Boys / The Drums – Ringelpiez mit Antanzen, abgeklatscht von John, Paul, Ringo & George

Australien? Los Angeles? Nö. Liverpool! Mag das Debütalbum von Peter Jacksons Ein-Mann Projekt We are Catchers auch nach Übersee klingen, schwappt die Welle gerade mal von dem Mersey rüber. Klatscht aber genauso wie catchy 60er-Jahre-Übersee-Beach-Surf-haste-nich-gesehen-Musik. Nur in neuer. Hängematte und Surfbrett raus, Strandschlappen und Sonnenbrille an – wir treffen uns vor der Fototapete und machen verrückte Polaroids.

(Anne)

6/10

 

Joan As A Police Woman – „The Classic“

Joan As A Police Woman - The Classic

Joan As A Police Woman – The Classic

Label: Reveal Records
VÖ: 07.03.2014

Genre:  frischer, dufter Frühlingssoul!
Klingt wie: Frisch, dufte, Frühling!

Selbstbewusst, lebensfroh und voller Power! So klingt das neue Album The Classic der Wahl-New Yorkerin, die laut eines Interviews beschlossen hat, einfach mal nicht mehr depressiv und melancholisch zu sein. Wenn positive Gedanken dazu führen, dass eine Platte so viel Power und gleichzeitig Tiefenentspannung ausstrahlt, soll die Gute ihrer neuen Lebenseinstellung bitte treu bleiben.

(Mariella)

7/10

 

Fenster – “ The Pink Caves“

Fenster - The Pink Caves

Fenster – The Pink Caves

VÖ: 07.03.2014
Label: Morr Music

Genre: Ich nenne es mal Indie-Folk-Pop. Da ist dann von allem was dabei!
Klingt wie: wenn The Velvet Underground Americana gemacht hätten

Tiefenentspannt, laid-back und träumerisch (ist im Prinzip alles das Gleiche und) beschreibt die Musik von Fenster sehr treffend. Kein verglastes Loch in der Wand, sondern das multinationale Quartett mit gleichem Namen, sorgt für den flauschigen Indie-Folk-Pop.
Klingt nach einem lauen Frühlingsabend mit Lagerfeuer und Sternenhimmel. Gut zu hören, obwohl kein Song wirklich heraussticht und die Scheibe nichts zum Tanzen ist – eher was zum gedankenversunkenen schwofen auf der Blumenwiese.

(Fred)

7/10

We Are Scientists – „TV En Français“

We Are Cientists - TV En Francais

We Are Cientists – TV En Francais

Label: 100% Records
VÖ: 7.03.2014

Genre: Der gute alte Indie Rock!
Klingt wie: Ein sonniger Tag am Strand in Kalifornien, aber wir sind nicht dort.

Zurück mit Album Nummer 4, servieren und die Boys aus Kalifornien nahrhafte Indiekost gegen den hartnäckigen Winterspeck. Hierbei dürft ihr jedoch keine großen Überraschungen erwarten, denn Altbewährtes verschmilzt hier zu neuen Songs. Wer zielgerichtet-energetischen Gitarrensound auf streng strukturierten Pop-Songs mag, bekommt hier ein bekömmliches Soundmenü vorgesetzt. Die Songs entfalten ihre volle Wirkung zwar erst nach ein paar Runden im Loop, doch ein verspielt grooviger Disco -Sound und eingängige Uhuhu-Gesänge lassen zuweilen das Tanzbein kribbeln und sind das altbewährte Hitrezept für diese Dancerock-Platte. Daneben besticht das Album durch zuckersüße Indie-Melodien, die vom kommenden Sommer träumen lassen.

(Fanny)

6/10

 

Metronomy – “Love Letters“

Metronomy  - Love Letters

Metronomy – Love Letters

Label: Because (Warner)
VÖ: 07.03.2014

Genre: Electro-Pop
Klingt wie: wie eine Reise mit dem Soultrain von der englischen Riviera nach Hause

Alles richtig gemacht haben Metronomy da mit ihrem vierten Album Love Letters. Zehn watteweiche Liebeserklärungen, eigens wattiert von Leadsänger und Mastermind Joseph Mount. Mal eine ganze Flauschewattefamilie, mal ein einsames Watteknäuel auf der Suche nach seinesgleichen. Mal eingefärbt, glitzerig und parfümiert, mal nur unikoloriert und flusig – immer aber etwas, das streichelt. Liebeserklärung eben. Und weil das Album komplett analog aufgenommen wurde, gibts quasi noch ein charmantes Watteknistern dazu. Denn ja –  Watte kann knistern! Nachzuhören auf Love Letters – Minnesang 2.0

(Anne)

8/10