Musik, Musik! Neue Musik! Und weil es jede Woche viel zu viel davon gibt und kein Schwein seine Zeit mit dem Lesen von ewig langem, poptheoretischen Pseudo-Gewäsch verschwenden möchte, machen wir es kurz, prägnant und knallhart!

Tattarattaaaaaa: Der SLEAZE – Plattenteller!

Heute mit ElephantSpace Chaser, Mando Diao

 

Elephant – „Sky Swimming“

Elephant

Elephant – Sky Swimming

Label: Memphis Industries
VÖ:  02.05.214

Genre:  Indie/Dream-Pop
Klingt wie: Ein dahinplätschernder, seichter Sonnentag ohne besondere Vorkommnisse

Kennengelernt haben sich Amelia Rivas und Christian Pinchbeck auf einer Party. Aus dieser Bekanntschaft wurde Liebe, aus der Liebe entwickelte sich das Verlangen des gemeinsamen Musikmachens und daraus erwuchs letztendlich das Debütalbum der beiden Londoner. Während den Aufnahmen zu „Sky Swimming“ trennte sich das Paar jedoch. Geblieben ist ein Langspieler voller Gitarren, Synthesizer, Hall und einer eindringlich, spirituell klingenden Frauenstimme. Die Songs plätschern etwas vor sich hin. Eine Fülle an abwechslungsreichen Melodien und eine Verbreitung von unterschiedlichen Stimmungen ist bei diesem Album nicht zu erwarten. Es schwingt eher eine gewisse Monotonie mit. Dies ist aber nicht grundsätzlich schlecht. „Sky Swimming“ ist gut gemacht, bringt nur nicht wirklich Neuerungen hervor – muss aber auch nicht immer sein.

(Stefan)

5/10

 

Space Chaser – „Watch The Skies“

Space Chaser

Space Chaser – Watch The Skies

 

Label: This Charming Man Records
VÖ: 12.04.2014

Genre: Old School Thrash Metal
Klingt wie: Die Metal-90s in a nutshell

Die Berliner Space Chaser haben die erste Thrash Welle – geburtsjahrbedingt – nicht am eigenen Leib erfahren können und trotzdem klingen sie, als wären sie mittendrin gewesen. Treibendes Drum-Geballer, tighte Riffs und sauber gespielte Soli sind eigentlich alles, was man braucht und das liefern die Jungs vorbildlich ab. Man verspürt den unbändigen Drang, sich eine Jeansweste überzuziehen, ein Bier zu köpfen und (bestenfalls in einer grölenden Menge) den Kopf zu schütteln. Zwar bemerkt selbst der Laie recht schnell eine markante Nähe zum Sound ihrer Vorbilder, da es sich aber um das Debütalbum handelt, sei darüber hinweg gesehen. Aber gleichzeitig wird sich selbst der Metal-Laie das Album mit Freuden anhören können.

(Fred)

7/10

 

Mando Diao – „Aelita“

Mando Diao

Mando Diao – Aelita

Label: Universal Music
VÖ: 02.05.2014

Genre: Space Pop
Klingt wie: die 80er!

Das Cover alleine spricht (leider) schon Bände. Keine Ahnung, was die Schweden da geritten hat oder ob die Drogen einfach zu gut waren, aber dieses neue Album klingt echt nach einem zu langen Trip gepaart mit allem, was in den 80ern grauenhaft war. Wo sind die Zeiten hin, wo diese Band noch cool war? Wo sie harmlosen, aber einfach guten arroganten Schweden-Rock gemacht haben? Jetzt wird scheinbar auf Streicher, sanft hauchende, computer-verzerrte Stimmen und Synthesizer gesetzt. Sorry Jungs, aber das gefällt mir leider gar nicht! Und bevor ich jetzt noch ausfallend werde, sag ich lieber gar nichts mehr. Sechs, setzen!

(Mariella)

2/10

 

Lykke Li – „I Never Learn“

Lykke Li

Lykke Li – I Never Learn


Label: Warner Music
VÖ: 02.05.2014

Genre: Elektro
Klingt wie: Herzschmerz in Elektro-Pop

Lykke Li hat wieder Liebeskummer. Glück für uns. Das nämlich beschert uns ein neues, drittes Album der 28-jährigen Schwedin. Ein bisschen düster, ein bisschen „I Follow Rivers“-Schwung und ein bisschen viel Pop. Die Lykke hat also wie der Albumtitel schon sagt, nix dazu gelernt. Das macht aber nix, solange die Mischung weiterhin stimmt. Und sie stimmt! Mal sehen, ob sich beim wiederholten hören auch wieder ein Smasher herauskristallisiert.

(Kirsten)

6/10