Musik, Musik! Neue Musik! Und weil es jede Woche viel zu viel davon gibt und kein Schwein seine Zeit mit dem Lesen von ewig langem, poptheoretischen Pseudo-Gewäsch verschwenden möchte, machen wir es kurz, prägnant und knallhart!

Tattarattaaaaaa: Der SLEAZE – Plattenteller!

Heute mit Foxygen, The Ting Tings, Wanda, French For Rabbits und Wild Smiles!

 

Foxygen – „…And Star Power!“

Foxygen - ...And Star Power

Foxygen – …And Star Power

Label: Jagjaguwar
VÖ: 14.10.2014

Genre: Indie Rock
Klingt wie: Stones meet Strokes

24 fucking Songs auf einem Album. Das ist mal ’ne Packung Musik, für alle, die es gut finden. Und was erwartet den geneigten Hörer soundlich? Was soll ich sagen, sie kommen aus Kalifornien und sind als Indieband bekannt. Wie könnten ihre Einflüsse da andere sein, als die Musik der 60er und 70er? Da scheppern Stones ähnliche Klänge und danach tanzen Mädchen in langen Kleidern und Blumenkränzen um den Kopf. Tatsächlich aber hätte man aus 24 Titeln auch einfach 14 machen können. Während Einstiegstrack „Star Power Airlines“ und die erste Single „How Can You Really“ noch recht eingängig sind, verliert sich der Rest der Platte gefühlt zunehmend im Psychedelic-Geschwurbel. Kann geil sein, aber nicht immer und nicht überall. Für Freunde und Kenner psychedelischen Indierocks eine Platte für den goldenen Herbst. Für alle anderen ein Reinhören zumindest in „How Can You Really“ wert.

(Kirsten)

7/10

 

The Ting Tings – „Super Critical“

The Ting Tings - Super Critical

The Ting Tings – Super Critical

Label: Pias
VÖ: 24. Oktober 2014

Genre: Indie Rock
Klingt wie: Clubs, die ich vermeide

Mit ihrem Hit That’s Not My Name landete die Band auf Platz 1 in diversen Charts und das wird wohl auch der Grund sein, warum ich mir das jetzt anhören muss. Wenn ich einen Käseladen betreiben würde, liefe Super Critical im Hintergrund. Vielleicht aber auch nicht. Ich kann das Album einfach nicht leiden. Es dudelt und nervt mich. Jetzt hab ich schlechte Laune.

 (Yanah)

4/10 (weil ich kein Arschloch bin)

 

Wanda – „Amore“

Wanda - Amore

Wanda – Amore

Label: Problembär Records
VÖ: 17.10.2014

Genre: Austropop/Rock
Klingt wie: Adriano Celentano auf Deutsch

Wanda. Nein nicht der Fisch alias Jamie Lee Curtis, sondern der neueste Hype aus dem Ösiland. Nach der ersten Single „Schick mir die Post“, die im April erschien, überschlugen sich die Kritiken und alle (Nischenmusik-)Ösis waren gespannt auf das Erstlingswerk. Der Name Amore ist Programm. Gleich der erste Track erinnert an Adriano Celentano, Vasco Rossi oder Ligabue – also an alles, was Italien an Schnulzensängern zu bieten hat. Nur halt auf Wienerisch. Thematisch hat Sänger Marco wohl sehr viel Zeit mit gebrochenem Herzen im Krankenhaus verbracht. Kurz um: Geile Stimme, schnulzig bis seltsame Texte und jede Menge Amoreeeee. Ob das jetzt so innovativ ist, keine Ahnung. Schräg ist es auf jeden Fall…

(Mariella)

5/10

 

French for Rabbits – „Spirits“

French For Rabbits - Spirits

French For Rabbits – Spirits

Label: Lefse/ Fat Possum/ [PIAS]
VÖ: 24.10.2014

Genre: Einschlafmelodien
Klingt wie: noch son Indie-lala Album mit hoher niedlicher Frauenstimme

Da hat wohl jemand zu viel The XX gehört. Ganz nett, nach dem dritten Song habe ich tief und fest geschlafen. Das ist so Musik, die ich bei meinen Eltern zum Familienessen im Hintergrund an machen würde – und niemanden würde es stören. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, da bin ich mir noch nicht ganz sicher. Und wenn man es nicht als musikalisches Hintergrund Gleitmittel nutzen möchte, dann ist es immer noch super zum in der Ecke sitzen und Trübsal blasen. Es gibt ja viele Bands, die Ähnliches machen und die dann gleichzeitig durch Mark und Bein gehen (wie zum Beispiel Daughter), aber das hier ist leider einfach nur „blah“.

(Lana)

4/10

 

Wild Smiles – „Always Tomorrow“

Wild Smiles - Always Tomorrow

Wild Smiles – Always Tomorrow

Label: Sundays Best
VÖ: 24.10.2014

Genre: 60s-Garage-Surf
Klingt wie: The Offspring aus den 60ern

Viel Twang, bisschen Geschrammel und Lo-Fi mit Indie-Attitüde. Von allem ein bisschen, aber nichts so richtig. Wild Smiles sind eine britische Band, die ziemlich amerikanisch klingen und denen trotz gutem Songwriting ein wenig der Drive fehlt. Dennoch passt die Stimmung des Erstlingwerks gut in eine feuchtfröliche Pub-Nacht. Noch besser passt es sicher, wenn sie wahrhaftig in der Ecke der Kneipe stehen, denn auf Band fehlt leider ein wenig die Power.

(Fred)

6/10