Musik, Musik! Neue Musik! Und weil es jede Woche viel zu viel davon gibt und kein Schwein seine Zeit mit dem Lesen von ewig langem, poptheoretischen Pseudo-Gewäsch verschwenden möchte, machen wir es kurz, prägnant und knallhart!

Tattarattaaaaaa: Der SLEAZE – Plattenteller!

Heute mit den Pixies, Pink Mountaintops, The Eels und Dope D.O.P.!

 

Pixies – “Indie Cindy”

Pixies - Indie Cindy

Pixies – Indie Cindy

Label: pixiesmusic
VÖ: 25.04.2014

Genre: Rock
Klingt wie: ne gelangweilte Pixies Coverband

Also es ist schon ganz ok… aber „ganz ok“ ist irgendwie nicht genug, wenn man früher mal großartig war.
Was man sich in den 90ern mühsam zwischen den Zeilen raus pulen musste, wird einem jetzt wie ein toter Fisch ins Gesicht geschlagen.
I’d like to thank the Wegwerfgesellschaft. Vielleicht gefällt das Album, wenn man es sich 42 mal angehört hat oder halt auch nicht und man muss sich damit abfinden, dass Totgesagte länger leben und die Pixies aus ihrem Grab nicht unbedingt hätten auferstehen müssen. 
Nichts ist mehr so, wie es mal war … und faule, fette Männer sollten vielleicht das Songschreiben überdenken, wenn sie nicht vorhaben 100% zu geben, denn so klingt „Indie Cindy“ leider ein wenig.

Ich bin beleidigt.

(Lana)

4/10

 

Pink Mountaintops – „Get Back“

Pink Mountaintops - Get Back

Pink Mountaintops – Get Back

Label: Jagjaguwar/Cargo Records
VÖ: 25.04.2014

Genre: Indierock
Klingt wie: Gruppendynamik bestenfalls klingt

Der umtriebige Stephen McBean, am ehesten durch das „Kollektiv‟ Black Mountain bekannt, hat wieder einmal einen neuen Berg erklommen. Die Pink Mountaintops reihen sich in die Riege der kanadischen Indiebands ein, die gar keine richtige Band, so mit klassischer Besetzung, sind sondern ein zusammengewürfelter Haufen befreundeter Musiker, die zwangslos in der Besetzung rotieren. Dabei kommt dann so etwas wie „Get Back‟ heraus, das rumpelt, aber gleichzeitig auch seine Zartheit offenbart und sich nicht ganz entscheiden kann, zwischen Garagenrockband-Attitüde und verspieltem Indie Flair. Slidegitarren, vielstimmig greinende Chöre, minimalistische Balladen, besoffene Walzer und schon auch mal gut gelaunter Überschwangsrock kanadischer Prägung.

(Fred)

6/10

Eels – „The Cautionary Tales Of Mark Oliver Everett“

The Eels - The Cautionary Tales Of Mark Oliver Everett

The Eels – The Cautionary Tales Of Mark Oliver Everett

Label: Pias/ Cooperative
VÖ: 18.04.2014

Die Eels. Eine dieser nicht wegzudenkenden Evergreen-Bands des amerikanischen Rock’n’Roll. Die bzw. Mr. „E“ alias Frontmann Mark Oliver Everett haben schon einige gute Songs rausgehauen. Ein Jahr nach dem letzten Studioalbum „Wonderful, Glorious“ erscheint nun die nächste Scheibe mit dem fast ein bisschen angsteinflößenden Titel „The Cautionary Tales Of Mark Oliver Everett“. Vor was auch immer Mr. Everett uns warnen will, die 13 Songs klingen jedenfalls nach Lagerfeuer, Versöhnung und friedlichem Familienessen. Kann man sich schon anhören, die großen Hits und catchy Hooklines fehlen aber und das macht die Platte etwas langweilig und einschläfernd. Das war schon mal anders und irgendwie besser. Naja…

(Mariella)

5/10

 

Dope D.O.D. – “Master Xploder”

Dope D.O.P. - Master Xploder

Dope D.O.P. – Master Xploder

Label: Dope D.O.D. Recordings
VÖ: 18.04.2014

Genre: Hip Hop, Rap
Klingt wie: Naja irgendwie Gangsta halt…

Ja … was soll man dazu sagen.
Wenn ich mir das so anhöre krieg ich irgendwie Bock mir fette Baggy Pants und drei Nummern zu große Shirts anzuziehen, und dann mit Sonnenbrille und nach hinten geflochtenen Haaren und bösem Blick durch Neukölln zu gehen. In freudiger Erwartung möglichst bald eine aufs Maul zu bekommen. Also irgendwas hat es, aber boy, I lowered my expectations…! Ich nicke, ob das jetzt ein gutes oder ein schlechtes Zeichen ist, weiß ich nicht. Vielleicht trau ich mich auch nur nicht zuzugeben, dass ich das gar nicht mal sooo scheiße finde. Also wenn einem lyrischer Tiefgang nicht so wichtig ist, dann kann man das mal machen.

(Lana)

6,5/10