Woher sie kommen? Direkt von der Waterkant. Welche Musik sie machen? Möchte man in Schubladen denken, dann irgendwas zwischen Kraftklub und Hip Hop – Indie-Hip Hop sozusagen. Folgend möchten wir euch die Rostocker Band Subbotnik näher bringen.

 

Subbotnik stellt euch doch mal bitte kurz selbst vor.

Yo! Wir sind Subbotnik aus Rostock! Wir fahren den niveaulosen Allerweltssound, auf den ihr schon so lange gewartet habt!

 

Ihr habt kürzlich euren Bandnamen geändert. Ist damit einhergehend auch eine Veränderung in eurem Sound spürbar?

Es ist eher andersrum. Die Musik hat sich weiterentwickelt, die Besetzung wurde des Öfteren durchgewürfelt und mit diesen Veränderungen haben wir uns dazu entschieden, den Namen zu ändern.

 

Ihr seid bzw. wart alle noch in anderen Bands tätig. Kann man daraus auch Erfahrungen für Subbotnik mitnehmen?

Klar! Wie viel Bier kann ich mir vorm Konzert reinstellen? Reichen eine Hose und drei Unterhosen für die gesamte Tour? Als Guppy hat man es nicht leicht im Haifischbecken. Erfahrung ist eigentlich das Allerwichtigste. Sie nimmt einem die Anspannung und lässt einen erst alles richtig genießen.

 

Mit eurer EP spieltet ihr bereits einige Gigs innerhalb Rostocks und auch außerhalb, beispielsweise in Berlin. Wie war die erste Resonanz?

Die Reaktionen waren größtenteils positiv. Die Leute merken ja, ob man Spaß am Spielen hat und ich glaub, bei uns passt das Gesamtbild. Die Songs gehen nach Vorne. Dazwischen wird viel zu viel Humbug gelabert. Das ist für die Leute relativ leichte Unterhaltung. Das muss man dann nur noch gut finden oder halt nicht.

 

Ihr seid ja recht fleißig und habt bereits ein Video zum Song „Sonnenuntergäng“ gedreht. Nun folgt ein weiteres zum Song „Piñata„. Mit wem dreht ihr die Videos und könnt ihr in diesen auch eure persönlichen Gedanken und Vorstellungen einfließen lassen?

Wir haben das große Glück, in unserem Freundeskreis sehr viele talentierte Leute versammelt zu haben. Das „Sonnenuntergäng“-Video haben wir mit den Rostocker Jungs von A19.me gedreht. Das neue Video zu „Piñata“ mit unseren geliebten Güstrower Jungs Stephan Buske und Andreas Hyronimus von Pi mal Staunen Pictures. Beide Videos wurden großartigst von Rabauke Filmproduktion produziert.
Wir sind bei den Videos immer in allen Bereichen involviert, geben unsere Meinungen ab oder bearbeiten endlose To-Do-Listen, die so ein Musikvideo mit sich bringt. Aber am Ende vertrauen wir den Jungs und freuen uns über tolle Ergebnisse und sehr viel Spaß bei den Dreharbeiten.

Was kommt nach der EP? Was kann man zukünftig von euch erwarten? Gibt es einen Subbotnik-Masterplan?

Momentan arbeiten wir an neuen Songs. Die sollen dann mal auf nem Album landen. Vorher werden die Songs aber noch auf ein paar handverlesenen Festivals und Clubshows getestet.

 

Musik aus M-V – Rostock im Speziellen – assoziiert man sofort mit Marteria. Ihr kennt ihn ja auch persönlich. Ist er so eine Art Vorbild für euch?

Marten ist definitiv ein Vorbild. Man sieht einfach, wie wichtig so eine Identfikationsfigur für ganz Mecklenburg-Vorpommern ist. Er gibt den Leuten wieder das Gefühl von Hoffnung, das hier was geht. Vor ein paar Wochen hat er grad unseren geliebten Fußballverein Hansa Rostock gerettet. Klar setzen sich viele erfolgreiche Menschen für „gute“ Dinge ein. Aber bei ihm hat man immer das Gefühl, dass er sich immer nochmal extra viel Mühe gibt. Und das zahlen ihm die Leute mit all ihrer Liebe zurück, was in MV nicht gerade selbstverständlich ist.

 

Habt ihr jemals Platten gekauft, für die ihr euch heute schämt?

Ich kann da ja nur von mir sprechen (anm. d. red.: Mülli antwortet). Aber in unserer Kleinstadt gab es nen Plattenladen. Und der Besitzer hatte eigentlich immer nen riesenguten Geschmack. Der hat einem damals auch gleich die erste Strokes-Platte zugesteckt und sowas. Irgendwann hab ich ihm so blind vertraut, dass ich auch gern mal ne CD gekauft hab, ohne vorher reinzuhören. Darunter war auch eine CD der Rap-Crew Analphabeten. Ich glaub, ich hab nen halben Track geschafft und dann nie wieder reingehört.

 

Zum Abschluss noch einige Entweder/Oder-Fragen, die ihr möglichst schnell beantworten sollt:

 

Falafel oder Fischbrötchen?

Definitiv Falafel. Hab auch noch keinen von uns mit nem Fischbrötchen gesehen.

 

Großstadt oder Dorf?

Großstadt. Dorf reicht schon zu Ostern und Weihnachten.

 

Schnee oder Strand?

Strand! Ihr erkennt uns gleich am Nettobeutel.

 

Ruhm oder lieber nur die Musik machen, hinter der man auch steht?

Musik. Wenn man sich selbst nicht gefällt, beißt man sich noch die Pulsadern auf.

 

Gin oder Vodka?

Beides. Gemischt.

 

Festival-Gig oder pickepackevoller Konzertsaal?

N voller Club is schon relativ geil.

 

Habt Dank für das nette Gespräch!

Originally posted 2015-04-22 12:03:02.